12.11.2018 - 1. Bürgerworkshop Campusbahn/Querum

Regelmäßige Reiseziele der Workshopteilnehmer

Zu Beginn des Workshops konnten die mehr als 120 Teilnehmer zunächst Angaben zu ihrem Wohnort und zu ihrem regelmäßigen Reiseziel machen (unabhängig, mit welchem Verkehrsmittel sie das Reiseziel erreichen) Im Ergebnisprotokoll des 1. Bürgerworkshops ist festgehalten, dass von den Teilnehmern als häufiges Reiseziel insbesondere die Innenstadt, aber auch der Bahnhof sowie einzelne Destinationen im Bereich TU Campus Mitte angegeben werden. Leider kann auf Grund der Erhebungsart nachträglich nicht mehr der Bezug zwischen Wohnort und Reiseziel abgeleitet werden, z. B. wo wohnen die Teilnehmer, welche regelmäßig zum Bahnhof wollen?

Ermittlung der Förderfähigkeit auf Basis der Standardisierten Bewertung

Im weiteren Verlauf erklärt Herr Curland von der Braunschweiger Verkehrs AG, dass ein Stadtbahnausbau ohne Fördermittel seitens der Stadt Braunschweig oder BSVG nicht finanzierbar ist. Daher muss zunächst jede Variante hinsichtlich ihrer Förderfähigkeit geprüft werden. Quelle: www.stadt-bahn-plus.de / Ergebnisprotokoll 1. Bürgerworkshop Campusbahn/Querum Für diese Bewertung wird vom maßgeblichen Fördermittelgeber, dem Bund, durch das Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (GVFG) das Verfahren der Standardisierten Bewertung vorgegeben. Entscheidend für die Förderfähigkeit ist hierbei, dass der im Rahmen der Standardisierten Bewertung errechnete Nutzen-Kosten-Indikator > 1 ist, also der Nutzen größer als die Kosten ist. Ausschlaggebend ist hierbei, dass alle Einflussfaktoren, welche den Nutzen oder die Kosten betreffen, monetarisierbar sein müssen, also in € umgerechnet werden können müssen. Somit finden z. B. Reisezeiten, Baukosten oder auch die Schadstoffbelastung Berücksichtigung. Andere Aspekte, wie der Naturschutz werden bei der Berechnung des Nutzen-Kosten-Indikators hingegen nicht berücksichtigt, da bisher kein allgemeingültiges Verfahren für eine Monetarisierbarkeit der Beeinträchtigung von Naturräumen oder des Verlustes von Artenvielfalt vorliegt.

Vorschlag für Trassenführung

Als Diskussionsgrundlage für die Workshopteilnehmer dient der nachfolgend dargestellte Trassenverlauf. Herr Böttcher von der Stadt Braunschweig erläutert den detaillierten Trassenverlauf dieser Variante. Er hebt die gute Anbindung der (geplanten) Baugebiete in Querum (Holzmoor Nord und Dibbesdorfer Straße Süd) bei dieser Trassierung hervor, geht aber auch auf die große Herausforderung einer damit verbundenen, notwendigen Querung des Landschaftsschutzgebietes Wabe-Mittelriede ein.

Vorschlag für die Streckenführung der Campusbahn/Querum seitens der Stadtverwaltung – Diskussionsgrundlage im 1. Bürgerworkshop zu Campusbahn/Querum

Quelle: www.stadt-bahn-plus.de / Vorschlag für die Streckenführung

Dialogstationen

Die Workshopteilnehmer teilen sich im Folgenden auf elf Kleingruppen auf und diskutieren die Vor- und Nachteile des vorgeschlagenen Trassenverlaufs. Hierbei wird in sehr vielen Kleingruppen die Querung des Landschaftsschutzgebietes als kritisch oder gar „nicht vorstellbar“ betrachtet. Vielfach wird eine Anbindung von Querum über die Querumer Straße und die Bevenroder Straße als attraktive Alternative vorgeschlagen. Weiterhin wird mehrmals die Frage nach dem Bedarf einer Ost-West-Verbindung gestellt, aber nicht näher beantwortet.

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