Anzahl der zulässigen Wohneinheiten

Textstellen

Begründung, Abschnitt 5.7, Seite 104

In den Allgemeinen Wohngebieten WA 1.1, WA 1.5, WA 1.6. WA 1.7, WA 2.2 ist eine Wohnung je 71 m² Grundstücksfläche zulässig. … Die Festsetzung erlaubt insgesamt 270 Wohnungen auf den Flächen von ca. 1,92 ha.

In den Allgemeinen Wohngebieten WA 1.2, WA 1.3, WA 1.4, WA 2.1 und WA 3 ist eine Wohnung je 57 m² Grundstücksfläche zulässig. … Die Festsetzung erlaubt insgesamt 380 Wohnungen auf insgesamt ca. 2,81ha.

Textliche Festsetzung, Abschnitt VI Anzahl der Wohnung, 1.1

In den Allgemeinen Wohngebieten ist gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB maximal eine Wohnung je angefangene Quadratmeter Grundstücksfläche wie folgt zulässig:

  • WA 1.1, WA 1.5, WA 1.6, WA 1.7, WA 2.2: eine Wohnung je 71 m2,
  • WA 1.2, WA 1.3, WA 1,4, WA 2.1, WA 3: eine Wohnung je 57 m2.

Anmerkungen

Bei genauerer Betrachtung der Zahlen lässt sich erkennen, dass mit diesen Aussagen weit mehr als die immer wieder genannten 650 Wohneinheiten in diesem Bauvorhaben realisiert werden könnten.

In der Begründung wird von einer Fläche von 1,92 ha ausgegangen, was bei einer Wohnung je 71m2 genau 270 Wohnungen ergibt.

Allerdings ist zu beachten, dass die Wohngebiete WA 1.1, WA 1.5, WA 1.6 und WA 1.7 bereits 1,92 ha ergeben. Somit können weiterhin auf den etwa 0,22 ha (Fläche konnte nur abgeschätzt werden) des WA 2.2 zusätzlich etwa 30 Wohnung realisiert werden.

Für die Gebiete WA 1.2, WA 1.3, WA 1.4, WA 2.1 und WA 3 ist eine Fläche von 2,81 ha angegeben, was bei einer Wohnung je 57m2 in Summe 493 Wohnungen ermöglicht.

Da in der textlichen Festsetzung keine Aussage zu der maximalen Anzahl der Wohnungen gemacht wird, sondern sich nur auf die Grundstücksflächen bezogen wird, wären demnach bis zu 793 Wohnungen (270+30+493) statt der in der Begründung mehrfach erwähnten 650 Wohnungen möglich. Das ist ein Plus von 22 %.

Damit würden alle bisherigen Betrachtungen bzgl. Anzahl Verkehrsaufkommen, Notwendigkeit von KiTa- und Schul-Kapazitäten, usw., die sich immer auf eine Anzahl von 650 Wohneinheiten bezogen, nicht mehr korrekt sein.

Selbst im Städtebaulichen Vertrag findet sich nur die Formulierung „Damit soll die Realisierung von 650 Wohneinheiten ermöglicht werden.“ Zum einen fehlt hier für eine Eindeutigkeit der Zusatz „bis zu“ und zum anderen ist unklar, ob die zusätzlich möglichen Wohnungen in WA 2.2 Vertragsbestandteil sind, da sich diese Fläche derzeit nicht im Besitz des Investors befindet.

Forderung

Wir fordern, dass auch in der verbindlichen textlichen Festsetzung eine maximale Anzahl der Wohneinheiten vorgeschrieben wird.

Zurück
Weiter