Naherholung

Textstellen

Begründung, 4.4.7, Seite 79

Die Erholungsfunktion wird durch die Anlage von öffentlichen, der Allgemeinheit zugänglichen Grünflächen mit integrierten Spielflächen und den Ausbau entsprechender Freizeitwegeverbindungen verbessert. Eine besondere Steigerung der Erholungsqualität kann mit dem Bau einer Brücke über die Wabe als Anschluss an das dortige Freizeitwegenetz erreicht werden.

Begründung, Abschnitt 5.8.3, Seite 113

Der Karl-Hintze-Weg mit seinen attraktiven Zielen kann außerdem noch besser erreicht werden, wenn die im Zuge der Entwicklung des neuen Baugebietes geplante neue Wabe-Brücke in Verlängerung der Planstraße A1 und der öffentlichen Grünfläche Nr. 3 realisiert wird.

Textliche Festsetzung, Abschnitt VII, Grünordnung, 1.3.1/1.3.2

Im nördlichen Bereich der öffentlichen Grünflächen 1 und 2 ist in Ost-West-Richtung ein über die ganze Länge der Grünflächen durchgehender 15 m breiter Streifen dauerhaft von anderen Nutzungen freizuhalten und als mehrjähriger Blühstreifen anzulegen. … Diese Nutzung ist bis zum Bau einer Stadtbahnstrecke und/oder eines Radschnellweges, die über Planfeststellungsverfahren zugelassen werden, zu erhalten.

Anmerkungen

Eine Brücke über die Wabe und somit eine Verbindung in den Naturraum der Auenlandschaft darf keine Kompensationswirkung für fehlende Freizeit- und Grünflächen im Baugebiet entfalten!

Auf dem Erschließungsgelände selbst muss sichergestellt werden, dass der Bedarf der Bewohner an Freizeit- und Grünflächen erfüllt wird. Der Naturraum der Auenlandschaft kann natürlich zum Zwecke der Naherholung nutzbar sein, darf aber nicht der verlängerte Garten des Baugebietes werden.

Spätestens wenn im nördlichen Grünbereich des Baugebietes eine Stadtbahntrasse verlaufen sollte, wird die Attraktivität der nördlichen Grünflächen stark abnehmen und Ausweichmöglichkeiten in schützenswerten Naturräumen aufgesucht werden. Zusätzlich wird gemäß der aktuellen Festsetzung der in diesem Bereich vorgesehene 15 m breite durchgehende Blühstreifen dann gänzlich verschwinden.

Daher müssen die Freizeit-, Grün- und Biotopflächen auf dem Gelände bereits so geplant und positioniert werden, dass auch bei Realisierung verschieden denkbarer Trassenvarianten die Attraktivität der Anlagen für die Anwohner gewahrt bleibt und keine Wanderungsbeziehungen in den Naturraum einsetzen und auch die so wichtigen naturnahen Flächen für die Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleiben.

Sind die vorgesehenen Freizeit- und Grünflächen ausreichend für 1.500 Anwohner, die Platz für Aktivitäten im Grünen suchen? Gerade in jüngster Zeit haben wir schätzen gelernt, wie notwendig und wertvoll solche Flächen für uns sind.

Zusätzlich besteht die große Chance, den Grünbereich westlich des neuen Baugebietes (Grünfläche 3), in dem die Regenrückhaltebecken gelegen sind, für die Förderung und den Erhalt der Artenvielfalt, als Ruhezone sowie als Verbindung für Kleintiere in die Wabe-Mittelriede-Aue zu entwickeln. Eine Wegeführung rund um das Regenwasserrückhaltebecken, wie im Nutzungsbeispiel dargestellt, ist dafür kontraproduktiv.

(vergl. Stellungnahme des BUND vom 17.06.2020)

Auf für die Freizeitgestaltung attraktive Wege und Aufenthaltsbereiche sollte in diesem Bereich daher verzichtet werden und zusätzlich durch entsprechende Geländemodellierung und Bepflanzungen die Hürde für ein Betreten dieser Bereiche durch Anwohner erhöhen. Weiterhin sollten die Ufer und Böschungsbereiche variantenreich modelliert werden, z. B. auch mit kleinen senkrechten Uferbereichen als Nistplatz für den Eisvogel.

Forderung

Wir fordern, dass ausreichende Freizeit- und Grünflächen auf dem Gelände für die bis zu 1.500 Anwohner des Baugebietes vorgesehen werden. Auch für den Fall, dass später einmal eine Stadtbahntrasse in den nördlichen Grünflächen verlaufen sollte, muss weiterhin eine hohe Attraktivität und Nutzbarkeit der Flächen gegeben sein.

Weiterhin ist es zwingend notwendig, entsprechende Biotope, sowohl im Nord-Osten des Plangebietes, als auch zwingend im Westen zur Wabe hin, zu entwickeln und diese auch im Falle einer Stadtbahntrassenrealisierung zu sichern und nicht bereits als Vorhalt für das Gleisbett einzuplanen.

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