Maximale Anzahl der Wohneinheiten

Einwand

Der Bebauungsplan in der aktuellen Form erlaubt eine wesentlich dichtere Bebauung als 650 Wohneinheiten und muss so überarbeitet werden, das diese maximale Anzahl nicht überschritten wird.

Begündung

In https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/bekanntmachungen/bauleitplanverfahren/ausgel_bauleitpl/gl51/GL51_Begruendung-Umweltbericht.pdf, Kapitel 5.7 auf S. 105 wird zur Obergrenze der Wohnungsanzahl ausgeführt:

“Es soll sichergestellt werden, dass das Neubaugebiet die Zahl von 650 Wohnungen nicht überschreitet. Diese Zahl liegt der gesamten Planung in mehrfacher Hinsicht zugrunde: Die Berechnungen der Verkehrsströme und der Leistungsfähigkeit der Straßen und Knoten, die Berechnungen zum Verkehrslärm, zum Grundschul-, Kin-dertagesstätten- und zum Spielplatzbedarf für Kinder und Jugendliche basieren auf dieser Zahl. Auch die Berechnung der technischen Infrastruktur (insbesondere Stra-ßenraumbreiten und öffentliche Parkplätze und Abwasserentsorgung) unterstellen die 650 Wohnungen. Es handelt sich dabei bereits um eine sehr große Zahl an Wohnungen, die die vorhandenen bzw. geplanten Kapazitäten ausschöpft, insbe-sondere was die Verkehrsabwicklung über die Straße Im Holzmoor und das Ange-bot an Kinderbetreuungsplätzen angeht ”

Diese Formulierung unterstreicht die Bedeutung dieser Obergrenze, die ich ebenfalls als wesentlich erachte.

Auf S. 104 wird zur erlaubten Zahl der Wohnungen ausgeführt:

“In den Allgemeinen Wohngebieten WA 1.1, WA 1.5, WA 1.6. WA 1.7, WA 2.2 ist eine Wohnung je 71 m² Grundstücksfläche zulässig. Es handelt sich dabei um die Bereiche mit der niedrigeren GRZ von 0,45 und der geplanten etwas weniger dichten Bebauung, da keine vollständigen Blocks gebildet werden.Die Festsetzung erlaubt insgesamt 270 Wohnungen auf den Flächen von ca. 1,92 ha, die sich im Eigentum der Vorhabenträgerin befinden und im Rahmen der Umsetzung dieses Bebauungsplans unmittelbar bebaut werden sollen (WA 1.1, WA 1.5, WA 1,6, WA 1.7) ”

und

“In den Allgemeinen Wohngebieten WA 1.2, WA 1.3, WA 1.4, WA 2.1 und WA 3 ist eine Wohnung je 57 m² Grundstücksfläche zulässig. Es handelt sich dabei um die Bereiche mit der höheren GRZ von 0,5 (bzw. 0,55 in WA 3) und der geplan-ten dichteren Blockbebauung einschließlich des sechsgeschossigen Gebäudes im WA 2.1. Die Festsetzung erlaubt insgesamt 380 Wohnungen auf insgesamt ca. 2,81 ha. ”

Die Rechenprobe dieser Angaben ergibt:

|Wohngebiete | Grundstücksfläche/Wohnung | Baugrundfläche | Anzahl der Wohnungen | |WA 1.1,1.5,1.6,1.7 | 71 m^2 | 19.200 m^2 | 270 | |WA 1.2,1.3,1.4,2.1,3 | 57 m^2 | 28.100 m^2 | 493 | |WA 2.2 |71 m^2 | 2.200 m^2 | 31 | Summe der Wohnungen: 794

Für das Wohngebiet WA 2.2 gilt der Absatz 5.1.2

“Da das Grundstück Im Holzmoor 13 somit nicht Bestandteil der konkret von der Vor-habenträgerin geplanten Bebauung mit 650 Wohnungen ist, bleibt es bei der Be-trachtung der konkret mit Umsetzung der Planung anzunehmenden Anzahl von Wohneinheiten außen vor, wenngleich hier grundsätzlich die gleiche bauliche und sonstige Ausnutzung zugelassen wird. ”

so daß auch hier Wohnungen entstehen werden, die für die Ausführungen 5.7 auf S. 105 relevant sind und zur Gesamtzahl der Wohnungen des Baugebietes gezählt werden müssen.

Damit ist die mögliche Gesamtanzahl der Wohnungen des Baugebietes 794 und nicht 650, für die die Planung gilt: (5.7, S.105) “Es soll sichergestellt werden, dass das Neubaugebiet die Zahl von 650 Wohnungen nicht überschreitet. Diese Zahl liegt der gesamten Planung in mehrfacher Hinsicht zugrunde:”

Anders gesagt: Der Bebauungsplan in der aktuellen Form entspricht nicht

  • den Berechnungen der Verkehrsströme
  • der Leistungsfähigkeit der Straßen und Knoten
  • den Berechnungen zum Verkehrslärm
  • den Berechnungen zum Grundschul-, Kin-dertagesstätten- und zum Spielplatzbedarf für Kinder und Jugendliche
  • der Berechnung der technischen Infrastruktur (insbesondere Stra-ßenraumbreiten und öffentliche Parkplätze und Abwasserentsorgung)

Da für die Berechnungen gilt: “Es handelt sich dabei bereits um eine sehr große Zahl an Wohnungen, die die vorhandenen bzw. geplanten Kapazitäten ausschöpft, insbe-sondere was die Verkehrsabwicklung über die Straße Im Holzmoor und das Ange-bot an Kinderbetreuungsplätzen angeht. ”

muss der Bebauungsplan an Planung angepasst werden und eine Bebauungsobergrenze von 650 Wohnungen festschreiben.

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