Lärmgutachten

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Bebauungsplan “Hozmoor Nord” GL 51 möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

Auszug aus GL51 Begründung und Umweltbericht, Lärmgutachten


Kapitel 4.4.1.2 Lärm


Seite 17:

In einer Entfernung von mindestens 250 m von der westlichen Grenze des Geltungsbereichs A verlaufen in Nord-Süd-Richtung die DB-Strecken 1722 und 1902 sowie die sog. „Kohlebahn“ (Strecke 1703) des Heizkraftwerks.

Seite 20:

Die Beurteilung der Geräuschsituation im Plangebiet erfolgte auf Grundlage der DIN 18005 („Schallschutz im Städtebau“) in Bezug auf die Entwicklung als Allgemeines Wohngebiet (WA) mit den maßgeblichen Orientierungswerten (OW) des Beiblattes 1 der DIN 18005 von

  • 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts für Anlagen- und Gewerbelärm und

  • 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts für Verkehrslärm.

C Schienenverkehrslärm

C-1 Geräuschimmissionen durch Schienenverkehr, die sich auf das Plangebiet auswirken

Seite 27:

C-1.1 Beurteilung nach DIN 18005

Gemäß den Ergebnissen in Kap. 6.2.2 und den ergänzenden grafischen Darstellungen in Anlage 2 des Schallgutachtens zeigt sich, dass im Plangebiet die für Allgemeine Wohngebiete maßgeblichen Orientierungswerte (OW) gemäß DIN 18005 durch die Schienenverkehrslärmimmissionen der DB-AG Trassen zur Tag- und Nachtzeit im gesamten Plangebiet im Bereich der Baufenster unterschritten werden.

Die höchsten Pegel ergeben sich an der Westseite des Plangebiets wobei selbst dort der OW tags um mindestens 5 dB(A) und nachts um mindestens 1 dB(A) unterschritten wird. Auf rd. 80 % der Plangebietsfläche wird selbst der OW für Reine Wohngebiete eingehalten bzw. unterschritten.

Ende Auszug aus GL51 Begründung und Umweltbericht, Lärmgutachten


Unsere Stellungnahme:


Dieses Lärmgutachten ist unvollständig und die Beurteilung daraus falsch.

Wir wohnen selbst im Baugebiet Holzmoor Süd und sprechen aus Erfahrung.

Die größte Lärmbelastung der Züge geht nicht vom Fahren und Bremsen aus wie im Lärmgutachten berücksichtigt.

Die größte Lärmbelastung der Züge geht vom obligatorischen Hupen/Tröten/Pfeifen vor den Bahnübergängen aus!

Vor jedem Bahnübergang muss jeder Zug zweimal hupen/tröten/pfeifen.

Dieser Lärm überschreitet deutlich den Grenzwert und erfolgt regelmäßig zwischen frühmorgens 05:15 und 00:15 in der Nacht.

Weil in Zukunft doppelt so viele Züge Richtung Uelzen fahren werden, wird sich der Lärm noch verdoppeln.

Es ist für uns völlig unverständlich, warum dieser Lärm im Gutachten nicht erwähnt wird.

Vor Behebung dieser Lärmquelle an den Bahnübergängen Himmelreich und Pepperstieg ist aus unserer Sicht eine Freigabe des Bebauungsplanes nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Zurück
Weiter