Geschoßhöhen, Verbindungsweg, Verkehrserschließung

1. in den Wohngebieten WA 1.5 und 1.6 ist die Geschoßhöhe der südlichen Gebäude von drei auf zwei Vollgeschosse zu reduzieren.

Begründung

a) Der Bebaungsplan lässt Gebäude mit 4 Geschossen zu, drei Vollgeschosse sowie ein um lediglich drei Meter zurückgesetztes weitere Geschoss. Für die südlich dieser genannten Gebäude befindlichen Einfamilienhäuser (ein Vollgeschoss) ist eine maximale Traufhöhe von fünf Meter und eine Firsthöhe von 9 m festgesetzt (GL44). Die geringen Sichtabstände zwischen diesen Bestandsgebäuden und den geplanten Neubauten ohne vorgesehene optische Barieren (Bäume) wird die private und ungestörte Nutzung der Freiflächen um diese Einfamilienhäuser in unzumutbarer Weise einschränken.

b) Die den beiden B-Plänen (GL44, Holzmoor, und GL51 Holzmoor Nord) zugrunde liegenden städtebaulichen Konzepte unterscheiden sich deutlich (s. Ackers und Partner, 2015). Die Notwendigkeit einer verdichteten Bebauung ist nachvollziehbar. Gleichzeitig soll aber eine neue Bebauung auf den Charakter der Bestandgebäude in der Nachbarschaft eingehen. Durch die vorgeschlagene Reduzierung würde ein abrupter Übergang von einem auf drei Vollgeschosse bzw ein Sprung in den Gebäudehöhen von 9 m auf 14,5 m (das sind optisch zwei Stockwerke) vermieden werden.

2. Der Weg zwischen den beiden Wohngebieten WA 1.5 und 1.6 ist als Fuß- Fahrradweg auszubilden und nach Süden zum Baugebiet Holzmoor zu öffnen.

Begründung

Siehe Ackers und Partner, 2015, Seite 17.

3. Die Aussagen zur Verkehrserschließung überzeugen nicht und müssen überarbeitet werden.

Begründung

Einerseits wird eine aufwändige Erschließung über die Bevenroder Straße geplant, auf die aktuelle Diskussion zum Stadtbahnkonzept aber nicht eingegangen (siehe: https://www.stadt-bahn-plus.de/fileadmin/media/Download_Unterlagen_2020/Campusbahn_Querum). Die jetzt wieder ins Gespräch gebrachte Variante C der Campusbahn, die eine Straßenbahntrasse entlang der Querumer und Bevenroder Straße vorsieht, wird eine zusätzliche Verkehrsbelastung erzeugen, die das im B-Plan vorgesehene Erschließungskonzept konterkariert. Die von Ackers und Partner genannte Erschließung von Westen wird aus mich nicht überzeugenden Gründen wohl nicht weiter verfolgt. Eine Überbrückung der Wabe und Mittelriede (Varianten A4 und A3) würde während der Bauzeit zweifellos eine massive Umweltbeeinträchtigung hervorrufen. Der Betrieb dieser Brücke stellt m.E. keine wesentliche und nicht ausgleichbare Umweltnutzung dar.

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